Was ist Neuroathletik?

Das Gehirn hat die Aufgabe im Sport, der Therapie, aber genauso im Alltag, Bewegungen adäquat auszuführen. Bekommt das Gehirn zu wenig oder ungenaue Informationen aus der Umgebung, oder dem Körper, so hat das enorme Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit der Bewegung.

Das neurozentrierte Training erachtet die Biomechanik und die physiologischen Parameter als  genauso wichtig, wie die bewegungssteuernden zentralnervösen Systeme.
Die Neuroathletik hat den Ansatz, die bewegungssteuernden Systeme visuell, vestibulär und propriozeptiv auf Ihre Anforderungen der Bewegung im Sport, Therapie und Alltag vorzubereiten.

Die Hauptaufgabe des Gehirns ist, uns am Leben zu halten. Das heißt, alles im zentralen Nervensystem (Gehirn & Rückenmark) ist auf die Sicherheit ausgerichtet. Wenn eine Situation nicht vorhersehbar ist, berechnet unser Gehirn mögliche Konsequenzen dieser Situation, wird es tendenziell als unsicher einstufen, Schutzmaßnahmen einleiten und somit unsere Leistungsfähigkeit reduzieren. 

Das zentrale Nervensystem ist also so verschaltet, dass wir auf eine Gefahr immer adäquat reagieren können. Um unser Leben zu sichern, kann es uns zum Beispiel von einer Gefahr wegbewegen, eine Bewegung reflexiv stabilisieren, oder autonome Funktionen, wie Blutdruck, Atmung, Schutzreflexe, etc. in Millisekunden regulieren.

Sportliche Höchstleistungen stehen da auf der Prioritätenliste des Gehirnes nicht an erster Stelle. Dem Gehirn ist es auch nicht wichtig, hohe Gewichte zu stemmen oder sich schnell zu bewegen, an erster Linie steht immer die Sicherheit. 

Neurozentriertes Training bringt dem Gehirn mehr Sicherheit und somit die Bereitschaft Bewegung und Leistung zuzulassen!

Sarah Kathan